Oscar Wilde
Der Sozialismus und die Seele des Menschen
Übersetzt von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Hrsg. von Marvin Chlada und Bernd Kalus, Trikont I
Dialog-Edition 2017, ca. 80 Seiten (erscheint im Frühjahr)

Auszüge
  • Nur in freiwilligen Vereinigungen ist der Mensch schön.
  • Leben – es gibt nichts Selteneres in der Welt. Die meisten Leute existieren, weiter nichts.
  • „Erkenne dich selbst“, stand über dem Portal der antiken Welt zu lesen. Über dem Portal der neuen Welt wird stehen: „Sei du selbst.“
  • Die Persönlichkeit des Menschen wird sehr wundervoll sein. Sie wird so wundervoll sein, wie die Persönlichkeit eines Kindes.
  • Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick.
  • Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien.
  • In früheren Zeiten hatten die Menschen die Folter. Jetzt haben sie die Presse. Gewiss, das ist ein Fortschritt. Aber es ist doch noch sehr schlimm und demoralisierend.
  • Die Regierungsform, die für den Künstler am geeignetsten ist, ist: überhaupt keine Regierung.
  • Die Vergangenheit ist, was der Mensch nicht hätte sein sollen. Die Gegenwart ist, was der Mensch nicht sein sollte. Die Zukunft ist, was Künstler sind.
  • Es wird natürlich gesagt werden, ein solcher Plan, wie er hier vorgebracht ist, sei ganz unpraktisch und gehe gegen die Natur des Menschen. Das ist völlig wahr.
  • Der neue Individualismus ist der neue Hellenismus.